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Zum Glück hab ich eine Steuerberaterin #missionbusiness

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Schön langsam geht es ans Eingemachte, was man auch an der Frequenz an neuen Blogposts hier bemerkt. Zwei Monate vor dem „first day of business“ stehen die eigenen Ambitionen im direkten Wettstreit mit der verfügbaren Zeit, dass ich seit zwei Tagen auch noch krank bin hilft auch nicht mit. Das stramme Schulungsprogramm, das ich mir zusammengestellt habe knabbert zusätzlich beständig an den Zeitressourcen. 

Mittlerweile ist auch klar geworden, dass ich trotz Gründung als EPU nicht auf die Eintragung ins Firmenbuch verzichten werde, da ich sonst meinen Namen im Firmennamen unterbringen müsste und das habe ich von vorne herein ausgeschlossen. Aufgrund des Neufög Formulars, das ich mir mittlerweile in vierfacher Ausfertigung bei der WKO geholt habe, bleiben mir die Gebühren dafür erspart. Einzig die Beglaubigung meiner Unterschrift zu etwa € 70,- werden dafür fällig.

 

Einkommenssteuer, Umsatzsteuer, Ungeheuer

Nachdem ich bisher eher marketing- und akquiselastige ÖSB Seminare besucht habe, habe ich jetzt die erste Steuerschulung hinter mich gebracht. Zwei Tage lange hab ich mir das Hirn mit Einkommenssteuer und Umsatzsteuer für EPU angefüllt. Schnell bin ich wieder zur Erkenntnis gekommen: „Es gibt einen Grund, warum ich schon in der Schule und später im Kurzzeitstudium keinen Spaß an der Materie hatte. Zum Glück hab ich eine fähige Steuerberaterin.“ Genau die hab ich auch an Tag 2 der Schulung zwecks Termin angerufen, denn eines ist jetzt schon klar – meine Aufmerksamkeit werde ich auf andere Dinge lenken – da spart eine steuerliche Vertretung (einen Begriff den ich ganz neu gelernt habe) eindeutig mehr Zeit, als Aufwände verursacht werden. Angesichts der vielen Ausnahmen und Abhängigkeiten die das österreichische Steuersystem mit sich bringt, würde es mich wundern, wenn Einsteiger da ohne Hilfe unter Einsatz vernünftiger Zeitressourcen gesetzeskonform agieren können. Im Kurs wurde uns eine Unterlage aus 2014 ausgeteilt, was dazu führte das weite Teile davon nicht mehr gültig waren. Wie mir berichtet wurde, ist das völlig normal. Schwer vorstellbar, dass Kleinstunternehmen da am Ball bleiben können. Erste Amtshandlung nach dem Erhalt der Unterlage: die aktuelle Version beim Finanzministerium bestellen, die schicken das „Selbstständigen Buch – Steuerleitfaden für neu gegründete Unternehmen“ nämlich kostenlos zu – ein Unterlage die ich ausnahmsweise physisch am Tisch liegen haben möchte – alternativ gibt’s das PDF hier zum Download.

 

24 Stunden pro Tag sind verdammt wenig

Meine Wochen sehen im Moment so aus: 2-3 Tage in Ganztagsschulungen, am Abend Mails und Administration, 1 Tag im Büro, Freitag Homeoffice (ich hätte geplant, dass das auch später so bleibt – sofern es der Kalender zulässt – eine der Annehmlichkeiten des selbstbestimmten Arbeitens), Wochenende alles was sich Montag bis Freitag nicht ausgegangen ist. Inhaltlich beschäftige ich mich mit Projektprozessen und der Erstellung/Adaption von verschiedenen Projektmanagement und Strategietools. Dabei geht es mir darum einen Werkzeugkoffer zu entwickeln, der nicht überorganisiert daherkommt und die künftigen Projekte recht pragmatisch zum Ziel bringt. Jetzt hab ich noch Zeit über solche Dinge nachzudenken. Um mich selbst etwas besser zu organisieren, greife ich derzeit auf den Emergent Task Planer (Klick führt zur PDF Druckvorlage) von David Seah zurück. Ich plane für jeden Tag die wichtigsten 3-6 Tasks ein und versuche diese in 1/4 Stunden Blöcke aufzuteilen. Das sind am Vorabend 5 Minuten Zeitaufwand, hilft mir aber unheimlich am Ball zu bleiben.

emergant task planner

 

Beamtenroulette die Zweite im Anmarsch

Zusätzlich beginnt schön langsam der nächste Durchgang mit den Ämtern, schließlich steht die Beantragung von UID-Nummer, Vorbereitung der Gewerbeanmeldung, SVA und schließlich die Firmenbucheintragung an. Leider gibt es da wieder ein paar Abhängigkeiten, der Firmenbucheintrag kann zB erst nach dem Lösen des Gewerbescheins erfolgen. Das wird mit 01.08. der Fall sein. Nachdem ich der geplante Unternehmensname, aber nur über einen Eintrag im Firmenbuch rechtens ist, bringt mich das in die blöde Situation, dass ich am 01.08. ein Gewerbe angemeldet habe, aber theoretisch erst öffentlich auftreten darf, sobald der Firmenbucheintrag durch ist. Der Druck von Geschäftspapieren macht auch erst zu diesem Zeitpunkt Sinn. Was mich ärgert, schließlich will ich am 01.08. alles fertig haben. Angeblich lässt das Landesgericht aber mit sich reden und lässt ein vorzeitige Einreichung zu, die dann halt erst ab einem definierten Zeitpunkt gültig wird. Hoffen und Daumen drücken, dass das auch wirklich so ist.

Noch 64 Tage. #missionbusiness

 



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